Mehr Anschlussoptionen auf kleiner Fläche
Ein kommunaler Wasserversorger in einer wachsenden Wohnregion stand vor der Aufgabe, neue Hausanschlüsse auch dort wirtschaftlich und betriebssicher zu realisieren, wo in Neubauten und Sanierungen keine ausreichend großen Technikräume mehr vorhanden waren. Besonders bei Reihenhäusern, kleinen Mehrfamilienhäusern sowie Garten- und Ferienanlagen nahm der Bedarf an dezentralen, außerhalb des Gebäudes installierten Wasserzähleranlagen deutlich zu.
1. Ausgangssituation
Im Versorgungsgebiet des Unternehmens wurden in den vergangenen Jahren immer häufiger Neubauten errichtet, bei denen auf klassische Hausanschluss- oder Versorgungsräume verzichtet wurde. Auch bei Sanierungen im Bestand zeigte sich regelmäßig, dass vorhandene Technikräume zu klein, ungünstig gelegen oder nur mit erheblichem Zusatzaufwand nutzbar waren. Für den Wasserversorger bedeutete das: Der Übergabepunkt der Wasserversorgung musste in vielen Projekten vom Gebäudeinneren an die Grundstücksgrenze oder in den Außenbereich verlagert werden. Wasserzählerschächte waren dafür bereits eine etablierte Lösung, insbesondere der BEULCO Einfach-Wasserzählerschacht, der sich durch seine frostsichere Konstruktion, modulare Bauweise sowie den einfachen Zugang zum Zähler bewährt hatte. Parallel änderte sich die Struktur der Projekte. Statt einzelner freistehender Einfamilienhäuser prägten zunehmend kompakte Bauformen das Netzanschlussgeschäft: Reihenhauszeilen mit mehreren Einheiten, kleinere aneinanderstehende Mehrfamilienhäuser (Doppelhaushälften) sowie Anlagen mit mehreren saisonal oder separat genutzten Einheiten. Genau in diesem Segment stieß die bisherige Standardlösung organisatorisch und wirtschaftlich an ihre Grenzen.
2. Bisherige Lösungen und Ihre Grenzen
Die bis dahin gängige Praxis bestand darin, pro Wohneinheit einen eigenen Wasserzählerschacht einzu-planen. Bei zwei, drei oder vier Einheiten auf einem Grundstück wurden entsprechend mehrere Einfach-Schächte verbaut. Diese Vorgehensweise war technisch machbar, aber bei größeren oder verdichteten Projekten zunehmend unattraktiv.
In der Praxis summierten sich die Aufwände an mehreren Stellen:
- Mehr Tiefbau, weil für jede Einheit ein eigener Einbauort vorbereitet werden musste.
- Mehr Montagezeit, weil jede Schachtlösung einzeln gesetzt, angeschlossen und ab-gestimmt werden musste.
- Mehr Materialeinsatz, weil jede Wohneinheit ein vollständiges separates Schacht- system erforderte.
Mehr Koordinationsaufwand auf der Baustelle, weil mehrere Schächte aufeinander abgestimmt werden mussten.
Aus Sicht des Versorgers zeigten sich daraus drei zentrale Nachteile. Erstens stiegen die Projektkosten spür-bar, weil sich Erdarbeiten, Einbau und Material mehrfach wiederholten. Zweitens nahm der Platzbedarf zu, was gerade auf kleinen Grundstücken, in Reihenhausanlagen oder in eng geführten Leitungszonen proble-matisch war. Drittens wurden Anlagen mit mehreren Einzelschächten schnell unübersichtlich, was Doku-mentation, Wartung und spätere Zugänglichkeit erschwerte.
3. Entscheidung für den 4-fach Schacht
Vor diesem Hintergrund prüfte der Wasserversorger eine Lö-sung, die mehrere Anschlussfälle in einem System zusammen-führt. Ausschlaggebend war die 4-fach Ausführung des BEULCO Mehrfach-Wasserzählerschachts, der für typische Projekte mit bis zu vier Wohneinheiten ausgelegt ist. Der Schacht deckt damit genau den Bereich ab, der im Tages-geschäft besonders häufig vorkommt: Reihenhäuser, doppel-hausähnliche Konzepte mit mehreren Einheiten, kleinere Mehrfamilienhäuser sowie zusammenhängende Garten- oder Ferienanlagen. Gleichzeitig bleibt die Lösung flexibel, weil sie für zwei, drei oder vier Einheiten nutzbar ist und auf derselben modularen Produktlogik wie der des bewährten Einfach-Wasser-zählerschachts aufbaut. Auch die technischen Eckdaten unterstützten die Entscheidung. Der 4-fach-Schacht ist als kompakte Mehrfacheinheit mit einer Grundfläche von 65 × 63 cm erhältlich und in mehreren Einbau-höhen verfügbar. Optional kann er über Verlängerungsmodule angepasst werden. Wie beim Einfach-Schacht sind außerdem unterschiedliche Abdeckungen für verschiedene Belastungsklas-sen verfügbar, sodass sich die Lösung an die Einbausituation vor Ort angepasst werden kann.
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