Merkliste
Es befinden Sich noch keine Produkte in Ihrer Merkliste.
Alle Produkte anzeigen
Jetzt anfragen
Liste herunterladen
Anfrage

Achtung: Sollten Sie ein Privatanwender sein, wenden Sie sich bitte an Ihren Installationsfachbetrieb bzw. gegebenenfalls an einen Fachgroßhandel. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Link zu unserer Datenschutzbestimmung

Fertigungstechnik
Additive Fertiung

Additive Fertigung bei BEULCO

Hebel für Versorgungssicherheit, Geschwindigkeit und Entwicklungseffizienz

Die additive Fertigung ist bei BEULCO ein fester Bestandteil moderner Entwicklungs- und Fertigungsprozesse. Für OEM-Kunden entsteht daraus ein klarer Mehrwert: Prototypen, Versuchsmuster, Hilfsmittel und ausgewählte Betriebsmittel können deutlich schneller bereitgestellt werden, wodurch Projekte früher abgesichert, Änderungen schneller bewertet und Entscheidungen fundierter getroffen werden können.

Gerade in Entwicklungsprojekten, bei Variantenwechseln und in zeitkritischen Beschaffungssituationen zählt heute nicht allein der Teilepreis. Entscheidend ist vielmehr, wie schnell technische Lösungen verfügbar sind, wie sicher sich Entscheidungen treffen lassen und wie flexibel auf neue Anforderungen reagiert werden kann. Genau an diesem Punkt schafft additive Fertigung einen praktischen Vorteil für Kunden von BEULCO.

 

Key Facts

Schnellere Verfügbarkeit

Prototypen, Versuchsmuster, Hilfsmittel und Betriebsmittel können in sehr kurzer Zeit realisiert werden – Entscheidungen in Entwicklung und Einkauf lassen sich dadurch deutlich früher und sicherer treffen.

Höhere Planungssicherheit

Durch eigene additive Fertigung ist BEULCO weniger von externen Lieferketten abhängig und kann Ersatz- und Hilfsteile kurzfristig bereitstellen – das reduziert Terminrisiken und vermeidet Stillstände in Ihrer Produktion.

Mehr Flexibilität bei Änderungen

Neue Geometrien, Varianten oder Prozessanpassungen lassen sich schnell in funktionsfähige Bauteile übersetzen, sodass Sie Anpassungen testen und umsetzen können, ohne lange Werkzeug- oder Beschaffungszeiten. 

Beschleunigte Entwicklung und Freigabe

Funktionsnahe Prototypen auf Basis Ihrer Zeichnungen ermöglichen frühe Tests zu Passform, Funktion und Handhabbarkeit – Entwicklungszyklen verkürzen sich, Freigaben werden fundierter und risikoärmer. 

Wirtschaftliche Kleinserien und Sonderlösungen

Kleinserien, Vorserien und individuelle Lösungen lassen sich ohne hohe Werkzeuginvestitionen umsetzen – ideal für Anläufe, Varianten oder technisch anspruchsvolle Nischenbauteile. 

BEULCO als Entwicklungs- und Fertigungspartner

BEULCO bringt Konstruktionserfahrung, Material-Know-how (Metall und Kunststoff) und Fertigungskompetenz zusammen und begleitet OEM-Kunden von der Idee über Muster bis zur Serienlösung – mit kurzen Wegen und klaren Ansprechpartnern. 

Datum: 10.05.2026 | Lesezeit: 7. Min.

Was bedeutet das für Kunden konkret?

Für Kunden bedeutet additive Fertigung vor allem kürzere Reaktionszeiten. Wenn Prototypen oder funktionsnahe Muster innerhalb weniger Tage zur Verfügung stehen, lassen sich Passform, Funktion und Handhabbarkeit früh am realen Objekt bewerten, statt über Wochen nur auf Basis von Zeichnungen oder theoretischen Annahmen zu arbeiten.

Das verbessert die Planbarkeit in Entwicklung, Einkauf und Projektmanagement. Risiken werden früher erkannt, Freigaben können sachlicher vorbereitet werden und Änderungen müssen nicht erst nach langen Beschaffungs- oder Fertigungsvorläufen umgesetzt werden.

Auch für den Einkauf entsteht ein klarer Vorteil. Werden Muster, Vorstufen oder Hilfskomponenten kurzfristig verfügbar, sinkt die Abhängigkeit von externen Sonderbeschaffungen und langen Lieferketten. Gleichzeitig verbessern sich die Entscheidungsgrundlagen, weil Investitionen in Werkzeuge oder Serienbauteile nicht vorschnell ausgelöst werden müssen, sondern zunächst auf Basis schnell verfügbarer Muster abgesichert werden können.

Für Technik und Entwicklung liegt der Nutzen in schnelleren Iterationen. Geometrien, Details und Varianten können in kurzer Zeit in reale Bauteile überführt und geprüft werden. Dadurch verkürzen sich Entwicklungszyklen, technische Risiken sinken und spätere Serienumsetzungen lassen sich gezielter vorbereiten.

 

BEULCO als Entwicklungs- und Fertigungspartner

Dieser Nutzen entsteht nicht allein durch einen 3D-Drucker, sondern durch die Verbindung von Technologie, Konstruktionskompetenz und industrieller Umsetzung. BEULCO versteht sich im OEM-Geschäft als Entwicklungs- und Fertigungspartner, der Kunden von der Idee über Prototypen und Beratung bis zur späteren Serienlieferung begleitet.

Zu diesem Ansatz gehören unter anderem die Prüfung von Machbarkeit und Unterlagen, die Beratung zu Werkstoff, Konstruktion und Technologie sowie die Fertigung von Prototypen, Kleinserien und Serienbauteilen. Damit erhalten Kunden nicht nur ein Bauteil, sondern einen Partner, der die technische und wirtschaftliche Umsetzbarkeit eines Projekts ganzheitlich mitdenkt.

Gerade für OEM-Kunden ist das ein wesentlicher Vorteil. Entwicklung, Fertigung und Projektbegleitung greifen enger ineinander, Rückkopplungen erfolgen schneller und Lösungen lassen sich praxisnäher realisieren. So wird additive Fertigung bei BEULCO zu einem Baustein für bessere Zusammenarbeit, schnellere Entscheidungen und robustere Projektabläufe.

 

Technologische Grundlage

BEULCO setzt in der additiven Fertigung auf das Fused-Filament-Fabrication-Verfahren, kurz FFF. Dabei wird ein Kunststoffmaterial schichtweise auf Basis digitaler Konstruktionsdaten aufgebaut, anstatt Material wie bei klassischen zerspanenden Verfahren aus einem Rohling abzutragen.

Der industrielle Nutzen dieses Verfahrens liegt vor allem in seiner konstruktiven Freiheit. Additive Fertigung ermöglicht komplexe, funktionsintegrierte und individualisierte Geometrien, die in konventionellen Prozessen nur mit höherem Aufwand realisierbar wären. Gerade bei kleinen Losgrößen, Mustern, Versuchsteilen und anpassungsintensiven Anwendungen ist das ein wesentlicher Vorteil.

Ausgangssituation bei BEULCO

Die praktische Relevanz der additiven Fertigung zeigte sich bei BEULCO im Zuge der Einführung robotergestützter Prozesse in der Produktion. Für das Werkstückhandling mussten Parallel- und Sauggreifer eingesetzt werden, wobei hohe Anforderungen an Individualisierung, Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit bestanden.

Konventionell gefertigte Metallgreifer erwiesen sich in diesem Zusammenhang als teuer und mit langen Beschaffungszeiten verbunden. Ziel war deshalb, maßgeschneiderte und industrietaugliche Greiferlösungen zu entwickeln, die schneller verfügbar und wirtschaftlicher einsetzbar sind.

Die ersten Schritte machten zugleich deutlich, dass additive Fertigung nicht darin besteht, bestehende Metallbauteile unverändert zu kopieren. Entscheidend war vielmehr, die Bauteile konsequent für das additive Verfahren neu zu denken und neue Konstruktionsprinzipien zu entwickeln.

 

Umsetzung & Ergebnisse

BEULCO hat die additiv gefertigten Greifer nicht als Provisorium eingeführt, sondern systematisch industrialisiert. Dazu gehörten die Entwicklung geeigneter Konstruktionsrichtlinien, der Aufbau modularer Lösungen sowie die Auslegung der Bauteile für den praktischen Einsatz in der Serienproduktion.

Zusätzlich wurden Belastbarkeit, Verschleiß und Prozesssicherheit unter realen Bedingungen geprüft. Auf diese Weise entstand ein belastbarer Anwendungsfall für die additive Fertigung im industriellen Alltag – nicht als technische Spielerei, sondern als echtes Produktionsmittel.

Ergebnisse

Die internen Ergebnisse bei BEULCO zeigen, welches Potenzial additive Fertigung im Produktionsumfeld erschließen kann. Die additiv gefertigten Greifer erfüllen die Anforderungen in 99 Prozent der Anwendungen; einzelne Sauggreifer sind bereits über 200.000 Zyklen im Einsatz und zeigen keinen messbaren Verschleiß.

Auch bei der Verfügbarkeit wurden deutliche Verbesserungen erreicht. Die Beschaffungszeiten für Greiferlösungen konnten nach Angaben von BEULCO von 4 bis 6 Wochen auf 1 bis 2 Tage und im Idealfall auf 24 Stunden reduziert werden.

Darüber hinaus existieren erheblichen Kosteneffekte. Bei über 330 gedruckten Greiferpaaren und Sauggreifern wurden bereits Einsparungen von rund 200.000 Euro erzielt.

Für Kunden sind diese internen Kennzahlen vor allem deshalb relevant, weil sie die industrielle Reife der Technologie belegen. Sie zeigen, dass additive Fertigung bei BEULCO nicht nur konzeptionell gedacht, sondern unter realen Produktionsbedingungen erprobt und wirtschaftlich nutzbar gemacht wurde.

Fazit: Bedeutung für Kunden

Für Kunden lässt sich der Nutzen in vier Anwendungsfeldern bündeln: 

  • Schnell verfügbare Prototypen und Erstmuster zur Absicherung von Konstruktion und Freigabe. 

  • Kurzfristig realisierbare Betriebsmittel und Greifer für neue Geometrien oder Prozessanpassungen. 

  • Höhere Versorgungssicherheit bei Ersatzteilen und Hilfskomponenten, insbesondere bei unterbrochenen oder trägen Lieferketten. 

  • Wirtschaftliche Umsetzung individualisierter Lösungen ohne die typischen Vorlaufzeiten konventioneller Sonderfertigung. 

Für Einkaufsfunktionen bedeutet das geringere Prozesskosten und mehr Handlungsoptionen in zeitkritischen Beschaffungssituationen. Für Technik und Industrial Engineering bedeutet es mehr Freiheitsgrade in Konstruktion, Versuch und Produktionsanpassung.

Strategische Bewertung

Der Fall zeigt, dass additive Fertigung ihren größten Nutzen nicht als Ersatz jeder konventionellen Fertigung entfaltet, sondern als gezielte Ergänzung dort, wo Variantenvielfalt, Zeitdruck und Funktionsintegration zusammenkommen. Entscheidend für den Erfolg war nicht allein der Druckprozess, sondern die Kombination aus angepasster Konstruktion, Testinfrastruktur und praxisnaher Industrialisierung. 

Für Hersteller, die mit BEULCO als Partner zusammenarbeiten, entsteht daraus ein belastbarer Mehrwert: schnellere Muster- und Hilfsmittelversorgung, geringere Abhängigkeit von externen Beschaffungszyklen und eine deutlich höhere Flexibilität bei neuen Anforderungen. Additive Fertigung wird damit zu einem praktischen Instrument, um Projekte robuster, schneller und wirtschaftlicher umzusetzen.