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BEULCO setzt auf bleifreie Innovationen, um die Trinkwasserhygiene gemäß der EU-Positivliste für Materialien zu gewährleisten.

Die Europäische Kommission möchte weiterhin die Versorgung mit hochwertigem Trinkwasser sicherstellen und dabei die neuesten wissenschaftlichen Empfehlungen berücksichtigen. Aus diesem Grund wurde die Europäische Trinkwasserrichtlinie (DWD) 2020 überarbeitet. Die neue überarbeitete DWD 2020/2184 trat 2021 in Kraft und sollte bis zum 12. Januar 2023 in allen EU-Mitgliedstaaten umgesetzt werden.

Datum: 18.09.2024 | Lesezeit: 6. Min.

Fokus auf Materialien, die mit Trinkwasser in Kontakt kommen.

Die Aktualisierung der Trinkwasserrichtlinie konzentriert sich in erster Linie auf Materialien, die mit Trinkwasser in Kontakt kommen. Die Änderungen beziehen sich auf die aktuellen Qualitätsstandards für mikrobiologische, chemische und Indikatorparameter. Dazu gehören auch neue Anforderungen an die Bleikonzentrationen. Die zulässige Bleikonzentration wurde von derzeit 10 µg/l am Wasserhahn auf 5 µg/l gesenkt. Diese Parameter müssen in den EU-Ländern bis Januar 2036 erfüllt sein. Deutschland hat beschlossen, die neuen Parameter in die Trinkwasserverordnung aufzunehmen, sodass die Werte ab 2028 verbindlich werden und nur noch Komponenten verkauft und installiert werden dürfen, die mit Trinkwasser in Kontakt kommen und aus solchen Materialien bestehen.

DWD und ECHA

Darüber hinaus hat die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) eine EU-Positivliste von Materialien erstellt, die nach ihrem Inkrafttreten regeln wird, dass ab Ende Dezember 2026 nur noch Produkte aus den dort aufgeführten Materialien in Verkehr gebracht werden dürfen. Diese Liste legt Hygieneanforderungen für Produkte fest, die mit Wasser in Kontakt kommen, wie beispielsweise Rohre und Armaturen, und steht im Zusammenhang mit Artikel 11 der Trinkwasserrichtlinie. Die Liste schreibt vor, dass diese Materialien einen maximalen Bleigehalt von 0,1 Massenprozent für bleihaltige Legierungen wie Messing und Rotguss aufweisen dürfen.


Mit der Einführung der neuen EU-Positivliste für Materialien unternimmt die EU einen wichtigen Schritt zur Gewährleistung der Trinkwasserhygiene. Diese Liste umfasst zahlreiche Materialien und Produkte für den Einsatz in Trinkwassersystemen und zielt darauf ab, die Wasserqualität und die Gesundheit der Verbraucher zu schützen.
Beide Verordnungen wirken zusammen, um den Bleigehalt in Materialien und Trinkwasser zu reduzieren.

Was bedeutet das konkret für Händler und Kunden?

Ab dem 31. Dezember 2026 dürfen keine Produkte mehr auf den Markt gebracht werden, die diesen neuen, strengeren Grenzwert für Blei überschreiten. Für viele Unternehmen bedeutet dies eine grundlegende Überarbeitung ihrer Produktpalette und Produktionsprozesse. Die Umstellung auf bleifreie Materialien ist nicht nur notwendig, um die aktuellen Vorschriften einzuhalten, sondern versetzt die Unternehmen, die die Produkte in Verkehr bringen, auch in eine zukunftssichere Position, insbesondere im Hinblick auf mögliche künftige Vorschriften, die Bleigrenzwerte und Massenanteile noch strenger bewerten könnten.

Ab dem 1. Januar 2028 dürfen nur noch konforme Produkte in den Anlagen installiert werden. Daraus ergibt sich eine Übergangsfrist von 12 Monaten im Jahr 2027, in der noch Produkte mit einer zulässigen Bleifreisetzung von 10 µg/l am Wasserhahn installiert werden dürfen.

Neue Zulassungen

Ab 2026 werden dann auch voraussichtlich neue Zulassungssiegel auf den Markt kommen, die die bereits bestehenden Siegel wie DVGW und KIWA ergänzen bzw. ablösen werden. 

Im Rahmen dieser Entwicklungen hat BEULCO bereits vor über 10 Jahren begonnen, auf das bleifreie Material CW724R (Ecobrass) umzusteigen und das Produktsortiment entsprechend umzustellen. 2026 wird das gesamte Portfolio an Produkten für den trinkwasserberührenden Bereich aus bleifreien Alternativen bestehen. Neben CW724R werden auch weitere bleifreie Legierungen getestet.